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Index:
* Aber warum nur Ziergarten? Warum nicht auch Obstbau?
* Ist das Anpflanzen von Nadelgehölzen (Koniferen) gestattet?
* Und der Gemüseanbau?
* Warum nicht mal einen Ökogarten anlegen?
* Wie sind die Hecken zu pflegen?
* Wozu einen Kompostplatz auf der Parzelle?
Aber warum nur Ziergarten? Warum nicht auch Obstbau? nach oben

Ein blühender Apfel- oder Birnbaum nimmt es mit jeder blühenden Zierkirsche auf, und man hat im Spätsommer außerdem noch die Früchte.

Statt eines Zierstrauches pflanzt man vielleicht einen Blaubeerstrauch, der sicher nicht so auffällig blüht, aber schmackhafte Beeren liefert und eine wunderschöne rötlichorangene Herbstfarbe hat.

Diese Informationen stammen aus 'Biogarten' von Marie-Luise Kräuter, 'Altes Gärtnerwissen' von Inga-Maria Richberg, 'Mein Jahr im Garten' und 'Saataussaattage' von Maria Thun.

Ist das Anpflanzen von Nadelgehölzen (Koniferen) gestattet? nach oben

Kleinbleibende Nadelgehölze in Maßen sind geduldet, wobei ein Friedhofscharakter vermieden werden sollte. Betrachten Sie den Garten auch als Ort der Jahreszeiten: Eine Tanne oder Fichte sieht von Januar bis Dezember gleich aus, nämlich grün (richtig - außer Weihnachten).

Nehmen Sie dagegen z.B. die Felsenbirne: rötlicher Austrieb im April, weiße Blüte im Mai, dunkelgrünes Laub im Sommer, dunkle Früchte im Spätsommer, orangerotes Herbstlaub im September/Oktober und im Winter ist man sowieso nicht im Garten.

Diese Informationen stammen aus 'Biogarten' von Marie-Luise Kräuter, 'Altes Gärtnerwissen' von Inga-Maria Richberg, 'Mein Jahr im Garten' und 'Saataussaattage' von Maria Thun.

Und der Gemüseanbau? nach oben

Hier haben Sie viele Möglichkeiten, die Sie nutzen sollten. Bei Handelsware ist die Züchtung oft nur darauf ausgerichtet, lange Haltbarkeit und Lagerfähigkeit, Unempfindlichkeit gegen Druck sowie gleichmäßige Fruchtgröße und Farbe etc. zu gewährleisten. Dies geht leider meist zu Lasten des Aromas. Hinzu kommt die vorzeitige Ernte vor der vollständigen Reife, um die Vermarktungswege und -zeiten aufzufangen.

All das entfällt beim eigenen Anbau. Die Sorten können nach Wohlgeschmack ausgewählt und angebaut werden. Das Gemüse kann vollständig ausreifen und gelangt ohne Umwege direkt auf Ihren Teller. Entsprechend schmeckt es dann auch.

Und überhaupt, selbstgezogenes Gemüse schmeckt immer am besten!

Diese Informationen stammen aus 'Biogarten' von Marie-Luise Kräuter, 'Altes Gärtnerwissen' von Inga-Maria Richberg, 'Mein Jahr im Garten' und 'Saataussaattage' von Maria Thun.

Warum nicht mal einen Ökogarten anlegen? nach oben

Ja, warum nicht?! Wenn es dann auch tatsächlich ein Öko- oder naturnaher Garten ist.

Garten beinhaltet immer eine Bewirtschaftung und Pflege. Lässt man auf der Parzelle alles wachsen und wuchern, ohne dass in irgend einer Weise ein Eingriff (Pflege) stattfindet, ist kein Garten mehr vorhanden, sondern es entsteht ein Stück Wildnis, das dann nicht mehr einem Kleingarten entspricht und somit zwangsläufig zu Problemen mit der Satzung, und damit dem Vereinsvorstand und den unmittelbaren Nachbarn führen wird.

Ein Öko- oder naturnaher Garten erfordert ein hohes Maß an Kenntnissen der ökologischen Zusammenhänge und oft mehr Pflege als ein herkömmlicher Garten.

Leitspruch des Ökogärtners sollte sein: "Geordnete Unordnung".

Niemand verlangt, dass Stauden, Sommerblumen, Gemüse etc. in Reih und Glied gepflanzt werden. Stauden dürfen durcheinander wachsen, kultivierte Schlingpflanzen überranken Sträucher, ein Reisighaufen gibt dem Igel Schutz, und Brennesseln (durch eine pflegende Hand im Zaum gehalten) bieten in einer dafür vorgesehenen Ecke Schmetterlingsraupen und anderen Kleinsttieren Nahrung und Schutz.

Wichtig ist, dass die Nachbarparzellen nicht durch parzellenübergeifendes Wachstum von z.B. Brennesseln, Disteln etc. beeinträchtigt werden.

Um den Vorwurf eines Bewirtschaftungsmangels nicht aufkommen zu lassen, sind Kulturpflanzen und Wildkräuter getrennt zu halten.

Dies ist auch noch aus anderen Gründen ratsam. Zum Beispiel sind Brennesseln im Rosenbeet Nährstoffkonkurenten, und Vogelmiere im Erdbeerbeet fördert durch die entstehende Feuchtigkeit Botrytis (Grauschimmel) an den Früchten. Nichts desto Trotz ist gegen eine naturnahe Bewirtschaftung einer Kleingartenparzelle nichts einzuwenden. So entsteht auch ein Platz, an dem Kinder die Natur entdecken und erleben können und die Zusammenhänge zwischen säen und ernten kennenlernen.

Versuchen Sie es doch einfach mal.

Diese Informationen stammen aus 'Biogarten' von Marie-Luise Kräuter, 'Altes Gärtnerwissen' von Inga-Maria Richberg, 'Mein Jahr im Garten' und 'Saataussaattage' von Maria Thun.

Wie sind die Hecken zu pflegen? nach oben

Hecken sind lebende grüne Begrenzungselemente, die die Parzellen zu den Durchgangswegen bzw. Stichwegen abgrenzen und abschirmen. Sie sind Vereinseigentum, jedoch von den anliegenden Pächtern zu pflegen und zu unterhalten.

Zur Erziehung einer bis unten garnierten Hecke ist es unbedingt erforderlich, bei Neupflanzungen die jungen Heckenpflanzen kräftig bis auf 60 cm Höhe zurückzuschneiden.

Je nach Triebwachstum wird die Hecke dann jährlich aufgestockt, bis sie die Pfortenhöhe erreicht hat.

Der Durchgangsverkehr sowohl der Gartenfreunde und der Besucher als auch der Betriebsfahrzeuge der Gartenbauabteilung darf durch ungehindertes Wachstum der Hecken nicht beeinträchtigt werden, deshalb müssen Hecken durch regelmäßigen Schnitt in Form gehalten werden.

Kleingartenanlagen sind öffentliche Grünflächen, die der Allgemeinheit zugänglich sind.

Kleingärten sollen daher auch von außen einsehbar sein, damit Spaziergänger, die meist keinen eigenen Garten besitzen, am Leben in den Kleingärten und deren Schönheit Anteil nehmen können. Die fertige Hecke darf daher die Pfortenhöhe nicht überschreiten.

Eine Hecke sollte konisch geschnitten sein, um ein Verkümmern oder Kahlwerden der unteren Zweigpartien zu verhindern. Der untere Bereich einer Hecke sollte daher 20-30 cm breiter als der obere Bereich sein.

Der übliche Heckenschnitt ist zweimal im Jahr durchzuführen, und zwar einmal im Sommer nach Abschluss des Johannitriebes (nicht vor dem 24. Juni) und einmal nach Abschluss der Vegetationsperiode im Winter.

Die Gleichmäßigkeit des Schnittes in Bezug auf Höhe und Breite der Hecke ist für das Gesamtbild der Hecke von ausschlaggebender Bedeutung.

Eine Mulchschicht unter der Hecke wirkt sich positiv auf das Bodenleben aus, fördert den Nährstoffhaushalt, sorgt für eine ausgeglichene Bodenfeuchtigkeit und schafft Lebensraum für zahlreiche Kleinstlebewesen.

An überbreiten Durchgangswegen z.B. mit zusätzlichem Rasenstreifen neben dem Weg oder an sehr breiten, wenig genutzten Nebenwegen ohne Durchgangsverkehr kann die Hecke mit dem Einverständnis des Vorstandes auch breiter sein, da sehr schmale Hecken potentiellen Brutvögeln einen wesentlich geringeren Schutz- und Nistraum bieten als solche Hecken, die eine Mindestbreite von 1 m haben. Es muss aber immer sichergestellt sein, dass der Durchgangsverkehr nicht behindert wird.

Dichte heckenartige Gehölzpflanzungen hinter der Hecke auf der Parzelle (Negativbeispiel: Omorikafichtenhecke hinter Laubholzhecke) sind nicht zulässig, weil die Einsicht in die Gärten hierdurch verhindert wird. Strauch- und Koniferenpflanzungen sollten nur in einem angemessenen Abstand zur Hecke vorgenommen werden. Bei zu geringem Abstand verkahlt die Hecke an dieser Stelle und wird lückenhaft.

Diese Informationen stammen aus 'Biogarten' von Marie-Luise Kräuter, 'Altes Gärtnerwissen' von Inga-Maria Richberg, 'Mein Jahr im Garten' und 'Saataussaattage' von Maria Thun.

Wozu einen Kompostplatz auf der Parzelle? nach oben

Ein Komposthaufen sieht eklig aus, stinkt, zieht Ratten an und ist ein Krankheitsüberträger.

Dies ist die Vorstellung, die viele Menschen von einem Kompostplatz haben. Wir wissen: Ein Komposthaufen ist das Herz und der Motor eines jeden Gartens.

Im Laufe eines Jahres fallen viele organische Materialien an (Heckenschnitt, Rasenschnitt, Laub, nicht verzehrbare rohe Gemüseteile, verblühte Blumen etc.), die natürlich auch entsorgt werden müssen. Würde man diese organischen Stoffe über die Müllabfuhr entsorgen, so wäre das eine kostspielige Angelegenheit und obendrein eine unnötige Belastung für die Umwelt. Außerdem ist Kompost ein hervorragender Bodenverbesserer, den man kostenlos herstellt und kostenlos verwenden kann.

Warum also organisches Material zum Recyclinghof fahren und anschließend teure Blumenerde kaufen?

Außerdem ist eine Kompostierung der organischen Abfälle auf jeder Parzelle durch die Vereinssatzung vorgeschrieben.

Ein richtig aufgesetzter Komposthaufen stinkt auch nicht, wie viele Menschen aus Unkenntnis glauben. Vielmehr strömt von ihm immer ein erdiger Geruch aus, wie nach einem Regenguss im Wald.

Sollte ein Kompostplatz trotzdem einmal unangenehme Gerüche verbreiten, so wurde schlicht und einfach etwas falsch gemacht.

Deshalb nun einige Tips zum richtigen Kompostieren:

Es ist leider nicht damit getan, dass wir alle organischen Materialien auf einen Haufen zusammentragen. In diesem Fall würde die Verrottung viel zu lange dauern und sehr unregelmäßig erfolgen.

Trockene, nährstoffarme Materialien, wie Laub und zerhäckselter Laubschnitt, sollten daher mit feuchten, nährstoffreichen Abfällen, wie Rasenschnitt vermischt werden. So kommt es zu einer optimalen Ergänzung der Nährstoff- und Feuchtigkeitsgehalte der verschiedenen Materialien.

Was ist zu kompostieren?
Papier und Pappe sollten nur in kleineren Mengen untergemischt werden. Bitte keine Hochglanz- und Buntdrucke, sie können Schwermetalle enthalten; auch keine Milchtüten und Lebensmittelkartons, sie sind mit Kunststoff beschichtet.
Koniferennadeln und Moos sollten mit vielen anderen Materialien vermischt in den Kompost gelangen, da sie sich etwas schwerer zersetzen.
Erkrankte und von Schädlingen befallene Pflanzenteile sollten nicht verwendet werden, da eine Infektion anderer Pflanzen möglich ist.
Wild- oder Unkräuter sollten in die Mitte des Haufens gepackt werden, da dort die Temperatur am höchsten ist und die Samen abgetötet werden.
Schalen von Südfrüchten sollten nur dann verwendet werden, wenn diese unbehandelt sind, da sonst die Mikroorganismen, die zur Verrottung führen, abgetötet werden.
Asche eignet sich sehr gut. Aber bitte nur Holzasche, da Stein- und Braunkohleasche schwermetallhaltig ist.
Eierschalen sind gut geeignet, sollten aber zerkleinert werden.
Laub eignet sich gut, sollte aber möglichst nicht von Straßenbäumen stammen, da dieses mit Schadstoffen belastet ist.
Speise-, Fisch-, Fleischreste und Knochen sollte man nicht verwenden, da Ungeziefer angezogen wird.

Weiterer Aufbau
Das zu verkompostierende Material muss mit einer Grabgabel gut vermischt werden (feines Material mit grobem, trockenes mit feuchtem etc.).
Die Mischung wird auf die Unterlage geschichtet (rohe pflanzliche Küchenabfälle und ausgejätete Wildkräuter kommen in die Mitte).
Ist diese Schicht ca. 30 cm dick, wird sie mit halbfertigem Kompost (evtl. vom Nachbarn) und Gartenerde locker abgedeckt.
Dann kommt die nächste Lage, bis eine Höhe von 1 bis 1,5 m erreicht ist.
Weiter anfallender Abfall wird wie oben beschrieben neben dem Haufen aufgeschichtet.
Nach 4-6 Monaten kann der Kompost durchgesiebt werden. Der gesiebte Kompost ist bereits ausreichend verrottet und kann verarbeitet werden. Der Rückstand wird zur Abdeckung weiterer Abfälle verwendet.

Standort
Liegt der Garten an einem Gewässer, so sollte der Komposthaufen mindestens 5 m vom Gewässerrand entfernt so eingerichtet werden, dass keinesfalls Sickersäfte (Kompostplatz in Senke legen) in das Gewässer gelangen.

Größe
Die Grundfläche der Kompostierfläche sollte ca. 3 % der gärtnerisch genutzten Fläche betragen.

Anlagen des Komposthaufens
Der Haufen sollte ebenerdig auf naturbelassenem Boden angelegt werden (bitte nicht in eine Grube versenken, da die Luftzufuhr dann unzureichend ist. Den Boden nicht mit Platten auslegen oder zubetonieren, da sonst keine Regenwürmer einwandern können).

Grundschicht auf dem Gartenboden
Sie dient zur Luftzufuhr und zur Drainage, denn der Komposthaufen darf keine "nassen Füße" haben. Die Grundschicht sollte strukturreiches Material wie Reisig, Strauch-, Baumschnitt und gehäckseltes Holz enthalten. Sie sollte mindestens 20 cm dick sein und eine Grundfläche von 1,5 x 1,5 m bedecken.

Übersicht zur Fehlerdiagnose
Erscheinung Mögliche Ursache Abhilfe
Die Verrottung kommt nicht in Gang, unangenehme Gerüche beim Aufgraben treten aber nicht auf. A. Das Material ist sehr trocken, weiß verpilzt.
B. Das Material ist stickstoffarm; es wurden zu viel Sägemehl, Laub oder Strauchschnitt kompostiert.
Tritt die Trockenheit nur stellenweise auf, braucht der Haufen nur umgesetzt werden. Ansonsten Kompost beim Umsetzen anfeuchten. Stickstoffzugabe durch Mischen mit Rasenschnitt, Brennesseln oder Hornspänen.
Beim Aufgraben treten unangenehme Gerüche auf, der Kompost wird nach dem Aufsetzen nicht warm.
Überprüfen der Temperatur durch Handprobe: 40 C fühlen sich heiß an. Oder Einsatz eines Stechthermometers (z.B. Bratenthermometer).
Das Material ist unzureichend mit Luft versorgt. Es enthält wenig Strukturmaterial und/oder ist zu nass. Den Kompost locker auf eine Reisigschicht umsetzen. Dabei Strukturmaterial (Heckenschnitt, Stroh u.a.) zumischen. Danach mit Erde abdecken.
Der Komposthaufen lockt unerwünschte Tiere an. Freiliegende Küchenabfälle, insbesondere gekochte Küchenabfälle, locken Ratten und Vögel an.
Übrigens: auch erwünschte Tiere (Spitzmäuse, Igel) nutzen manchmal den Kompost als Unterschlupf.
Die gesamten Abfälle in die Mitte des Haufens einbauen und mit verrottetem Material oder Erde abdecken.
Der fertige Kompost enthält unerwünschte Wildkrautsamen, Wurzelunkräuter Wildkräuter. Der Kompost wurde nicht ausreichend warm. Siehe Nr. 2
Wildkräuter nur in die Mitte des Komposts geben.
Der Komposthaufen ist zu klein und kann deshalb nicht die Wärme halten: höher/größer aufsetzen.
Aus dem Kompost wachsen Pilze hervor, der Kompost ist weiß verpilzt. Falls keine anderen Probleme auftreten, sind keine Maßnahmen notwendig. Die Pilze erfüllen eine wesentliche Funktion bei den Um- und Abbauprozessen.

Diese Informationen stammen aus 'Biogarten' von Marie-Luise Kräuter, 'Altes Gärtnerwissen' von Inga-Maria Richberg, 'Mein Jahr im Garten' und 'Saataussaattage' von Maria Thun.

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